Thursday, December 1, 2011

Werden












Tastend in den Raum hinein
noch leere Staffagen
das Echo ist der Anfang des Werdens
in der Leere wächst die Fülle heran
zögerlich ist der Schritt vom Nichts
die ersten Gedanken
stürzen sich in den kalten See unter Tage
wenn aus dem Geräusch eine
kreatürliche Regung wird
kommt der Mensch ins Spiel
untergründig der Takt des Zufalls
kein nomadisches Leben
wurzelt ohne Erdengrund
am Zeithorizont zeichnen
wir nur Linien in den feuchten Sand
den ein Meer zu tilgen weiss

II

Funksignale und Dröhnen
auf blauem Wellenland
schnatternd pulsierend ringt Leben
sich durch die Fluten der Erinnerung
auf dem Tisch, auf der Weltbühne
liegen nur Willen und ein anfängliches Versprechen
im Herzschlag der Musik baut Struktur ins Chaos
zeichnet den Puls der Augenblicke
nun Verbindungen schaffen, Oberflächen erahnen,
ein Schmerz weckt die Furcht
ohne das Konzert der Töne
kann keine Schöpfung bestehen.














All rights reserved/Alle Rechte
liegen bei dem Autor - David Boventer

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